Revenant und Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde? Ein gewöhnlicher Tag in Cannes

Die unglaubliche Kreativität, mit der die Schöpfer des Werbefestivals jeden Tag gestaltet haben, ist einfach bewundernswert. Der Donnerstag war eben ein Beweis dafür. Der Höhepunkt des Tages war der Versuch, einen Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde zu erlangen, indem man versuchte, das „größte Kreativtreffen” zu gestalten. Stellen Sie sich vor: Sie möchten ein per Zufall ausgewähltes Seminar besuchen und plötzlich sitzen Sie unter Hunderten von Delegierten und machen bei einem riesigen Brainstorming für eine weltweit tätige Movember Foundation mit.

Die Bestätigung des Rekords ist in einigen Tagen zu erwarten. Am Donnerstag gab es außerdem viele interessante Seminare und es traten bekannte Sprecher wie der mit dem Oskar geehrte Regisseur Alejandro González Iñárritu, Spike Jonze, aber auch der Gründer von Vice, Herr Shane Smith und Channing Tatum auf.

Alles begann mit dem Talk des legendären David Droga und des Gründers von Under, Armour Kevin Plank. Ihren Auftritt „From Underdogs to Game-Changers” besuchten über 3000 Zuschauer.

„Wir verbringen zu viel Zeit mit der Suche nach Entschuldigungen unseres Versagens und unserer Durchschnittlichkeit in der Werbung. Stattdessen sollten wir aus all diesen Fehlern lernen und sie durch Erfolge ersetzen“, sagte David Droga. Dann fuhr er mit einer lustigen aber sinnvollen Empfehlung für die Kunden fort: „Das Schlimmste, was die Kunden tun können, ist, dass sie den Agenturen vertrauen. Das Vertrauen erfordert nicht nur eine Menge Verantwortung, sondern auch eine große Eigenart.”

Ich habe bereits geschrieben, dass der Höhepunkt des Tages der Weltrekord war. Ich muss mich aber korrigieren. Es war das Seminar Inspire mit dem Regisseur der Filme The Revenant und Birdman.

Die Neugier, Perfektion und Fähigkeit, sich bequem auch unter unbequemen Umständen zu fühlen, sind seiner Meinung nach der Schlüssel zur Kreativität. Eine der wichtigsten Botschaften dieses Seminars betraf die Preisverleihung selbst. „Ja, es ist ein tolles Gefühl, für die Arbeit belohnt zu werden, viel wichtiger ist aber das Ego unter Kontrolle zu halten. Ich selbst lerne ununterbrochen und bemühe mich, schöne Sachen zu machen”, sagte Iñárritu.

Auf seine Weise hat er zugestanden, wie schwer die Arbeit in der Werbung sei: „Die Geschichte in einer Minute zu erzählen, ist wie die Erfassung des Ozeans in einem einzigen Tropfen Wasser.”

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